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2018-03-07

Vorfreude auf den Wildkräutergenuss

Einige essbare Pflanzen wie der Bärlauch haben bereits mit dem Austrieb begonnen und steigern unsere Vorfreude auf den baldigen Genuss.
Deshalb jetzt schon ein paar Tipps zum Sammeln von Wildkräutern.

Der Bärlauch ist ein Aromawunder mit intensivem und unnachahmlichem Knoblauchgeschmack – ein Highlight der Wildkräuterküche. Nach dem strengen Wintereinbruch der vergangenen Woche, begleitet von tiefen Minusgraden und eisigen Winden, war ich neugierig und wollte wissen, wie es um den Bärlauch auf meinem Lieblingssammelplatz im Wald bestellt ist.
Wie man auf dem Foto gut erkennen kann, haben sich die ersten grünen Blätter bereits ihren Weg durch die dicke Laubschicht gebahnt und trotzen aufrecht der Kälte. Mit steigenden Temperaturen werden die Pflanzen ihr Wachstum intensiv fortsetzen und bald den ganzen Waldboden mit einem dichten Blätterteppich überdecken. Dann sind sie kräftig genug, um genügend Grün für die Sammelleidenschaft der Wildkräuterköche bereit zu halten.

Bis dahin brauchen wir allerdings noch etwas Geduld. Eine gute Gelegenheit also, um ein paar wichtige Punkte anzusprechen, die beim Sammeln von Wildpflanzen allgemein von Bedeutung sind:

Was sammeln?

Erstaunlich viele Wildpflanzen sind essbar, manche ungenießbar und einige sogar giftig. Daher gilt als oberstes Gebot, nur solche Pflanzen zu sammeln, die man auch wirklich sicher identifizieren kann. Es gibt viele Bücher und Ratgeber zu diesem Thema. Empfehlenswert sind geführte Wildkräuterwanderungen.

Wer Interesse hat:  am 12. Mai findet in der Scheune40 ein Kochkurs – Kreative Wildkräuterküche mit Kräuterwanderung – statt. Weitere Infos auf www.scheune-40.com unter Kurse.

Wo sammeln?

Die Sammelstellen sollten möglichst sauber und naturbelassen sein. Ränder von gespritzten Äckern, stark befahrenen Straßen und beliebten Hundestrecken eignen sich deshalb nicht für einen ungetrübten Genuss. Naturschutzgebiete und geschützte Pflanzen sind vom Sammeln ausgenommen.

Wann sammeln?

Junge Blätter im Frühjahr und frische Triebspitzen sind besonders zart, mild und voller Vitalstoffe. Prinzipiell kann das ganze Jahr über geerntet werden.



Wie viel sammeln?

Die Pflanze sollte an ihrem Standort erhalten bleiben und sich weiter vermehren können. Deshalb ist eine achtsame Ernte wichtig. Es sollte nur so viel Material geerntet werden, wie auch wirklich benötigt wird und insgesamt nie mehr als ein Drittel der Kräuter und Früchte von einer Sammelstelle entfernt werden.

Zum Abschluss hoffe ich, euch die Wartezeit ein wenig verkürzt und die Vorfreude auf den nächsten Wildkräutergenuss geweckt zu haben.

Herzliche Grüße
Elgin