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2018-01-07

Vorhang auf für das neue Wildkräuterjahr


Badische Wildwiese trifft orientalischen Kichererbsenaufstrich:
Leckeres Frühlingsbrot im Januar mit Purpur-Taubnessel, Gänseblümchen und Scharbockskraut.

Jetzt im Januar steigt die Sonne täglich höher an den Himmel und bringt wieder Licht und Wärme zurück in unser Leben. Nach dem winterlichen Rückzug in die gemütlichen Stuben steigt nun zunehmend das Bedürfnis nach frischer Luft, neuer Energie und interessanten Aktivitäten. Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um die ersten Schritte auf die „Wilden Wege in die Küche“ zu lenken.

Wildkräuter bringen nicht nur frischen Schwung in die kreative Küche, sondern bereichern gleichzeitig auch unsere Gesundheit mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen.
Als natürlichste Nahrung des Menschen übertreffen sie die Qualität ihrer gezüchteten Verwandten um ein Vielfaches und punkten mit überraschenden Aromen und hohen Konzentrationen an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Frisch gesammelt im Garten der Natur schenken sie uns schon vor dem Kochen Freude und Entspannung. In der Küche sind sie vielseitig einsetzbar und setzen der Phantasie keine Grenzen.
Diese Aspekte eröffnen nicht nur neue kulinarische Genussmomente, sondern fördern und stärken gleichzeitig auch Verdauung, Immunsystem, Stoffwechsel, Vitalität und Wohlbefinden.
Schon der griechische Artzt Hippokrates (460-377 v. Chr.) wusste in seinem klassischen Zitat zu berichten: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel, und eure Heilmittel sollen eure  Nahrungsmittel sein.“

In diesem Sinne möchte ich euch heute zeigen, welche kleinen, aber feinen, Küchenschätze die Natur jetzt um diese Jahreszeit schon für uns bereithält:
Purpur-Taubnessel (links): Wie alle Taubnesselarten ist auch diese Variante essbar. In milden Wintern und an geschützten Stellen, wie z.B. an unserem Gartenhäuschen, liefert sie verlässlich frisches Grün und kleine purpurfarbene Blüten als Bereicherung für den  Wintersalat oder die Kräuterbutter.
Gänseblümchen: Jeder kennt diese kleine, hübsche Pflanze. Besonders auf regelmäßig gemähten Wiesenflächen, z.B.  in Parks oder Gärten, kann sie sich ansiedeln und durchsetzen. Aus der Mitte der kleinen, bodennahen und winterharten Blattrosette entspringen die Blüten. Momentan haben diese schon einen leuchtenden Auftritt und  sind ebenso essbar wie die Blätter.
Scharbockskraut (rechts): Das erste neue, frische Grün dieser Saison und eine wahre Vitamin C Bombe. Die Nummer 1 für den Fitness-Start in‘s Frühjahr!  In unserem Garten treiben die jungen Pflanzen gerade frisch aus und nutzen den noch weitgehend  unbedeckten Gartenboden, um sich vor den meisten anderen Pflanzen voll zu entfalten. Ihr Erscheinungsbild ist eher zart mit einer Wuchshöhe von 5-20 cm und  herzförmigen,  dunkelgrünen und glänzenden Blättern an feinen Stängeln. Die Genießbarkeit  endet jedoch mit dem Erscheinen der gelben Blüten, danach sollte man die Pflanze nicht  mehr verwenden.

Viel Spaß und Genuss auf euren „Wilden Wegen in die Küche“ und einen sonnigen Januar wünscht euch
Elgin